Frankreich, Frankreich

Besöndere Künstwerke ....

Drucken...

Spielablauf:

Die Gastgeberin wird von einem emsigen Assistenten nach vorne gebeten, um sich auf einem für sie bereitgestellten Stuhl zu setzen. Dann betritt ein Mann den Saal. Sein Äu-ßeres verrät seine Herkunft und seinen Beruf. Er trägt ein Malerhemd, eine entspre-chende Mütze, aus seinen Hosentaschen ragen Baguette und Pinsel. In seiner rechten Hand hält er französischen Rotwein und in seinem linken Mundwinkel klebt eine Zigarette. Er begrüßt das Publikum mit den Worten:

"Bon jour meine Dahmeen und Härren, isch bin ein Künstler, der heutee gekommen ist, um Ihnön teil werden zu lassehn, von meinör umwerfendön Wörke. Liebe Ingriid (die Gastgeberin), ich bin kein nörmaler Künstler, den ich maleh nicht mit einüm Pünsel, nein, ich maleh mit Menschön. Ich werde Dir, liebee Ingriid, nun möhrere Bülder vor-stellen, die Du dann erraten mögest. Um eine hervörragende Auswahl bei den Persö-nen meiner Bülder zu tröffen, habe isch meinen zu Fleisch gewördenen Traum Ange-lique mitgebracht. Angelique, mein Herz, sei so lieb und treffe die Auswahl für meine örste Büld. Ich brauchee vieür Männerr, hüsch, los, los mein Täubschen."

Angelique wandert durch das Gästepublikum und trifft ihre Auswahl. In der Zwischenzeit nimmt der Künstler zwei, drei kräftige Schluck aus seiner Rotweinflasche.

"Dankeh Angelique, nun benötige isch noch eine Frau, um mein Künstwerk zu vollen-dön. Aber Angelique, nimm eine wunderschöne Frau, Du weißt, sönst kann isch nicht arbeitöhn."

Auch bei der Auswahl beweist Angelique ein hervorragendes Händchen. Der Künstler bittet die Männer auf die Knie, gibt jedem ein Glas Wasser und stellt die Frau davor.

"Nun liebe Ingriid, deuteh mein Büld". Schweigen.
"Ingriid, strenge Disch an. Oh, mon amour, sein kein Banusö."
Ein paar klägliche Antwortversuche werden von dem Künstler unterbrochen
"Oh Ingrrid, ich will Dir verzeihen, das erste Mal ist ümmer ein wennig schwieriig, ob-wohl düses Büld eines meiner Besten ist. Es ist Sulaika tränkt die Kameleh."

Es werden in dieser Art noch weitere Bilder vorgestellt bis beim letzten Bild die Gastge-berin und der Gastgeber als Darsteller von der bezaubernden Angelique auf die Bühne geholt werden.

"Lieber Heinzii stelle Disch bitte dorthiin und nehmme das Ende von düser Band in Deine Hahnd. Nun Ingriid, stelle Disch bitte auf den Stühl und nehmme das andere Endö von de Band in die Hahnd. So Angelique wähle einen aus dem Püblikum, der diese Bild deutet."
Sämtliche Deutungsversuche lassen den Künster verzweifeln.
"In Paris, in Frankreisch ist mir so etwas niiie passiert. Ihr seid Banausehn. Oh, ich fühle misch nicht gut." Zur Stärkung greift er erneut zu seiner Flasche. "Dieses Bild ist meine größte Künstwerk. Es ist: Ein Mann läßt seinen Drachen steigehn."
Anmerkungen / Tipps:
Der Künstler sollte sich der Schwierigkeit seiner Rolle bewußt sein und viel üben.

Mögliche Bilder sind:

  • Sulaika tränkt die Kamele (eine Gruppe Männer auf den Knien, jeder mit einem Glas Wasser in der Hand, eine Frau davor)
  • Mona Lisa (eine Frau auf einem Stuhl sitzend, ein zaghaftes Lächeln auf den Lippen)
  • Ringelpitz mit Anfassen (Männer und Frauen gemischt, im Kreis aufgestellt, sich an den Händen haltend)
  • Armleuchter (zwei Männer, stehend, jeder eine brennende Kerze in der Hand)
  • Die überspannte Frau (Zwei Männer und eine Frau, die Männer halten jeweils einen aufgespannten Regenschirm über die Frau)
  • Ein Mann läßt seinen Drachen steigen (Die Gastgeberin stehend auf einem Stuhl, der Gastgeber stehend davor, jeder hält ein Ende eines Bindfadens)

Utensilien:

  • Französisches Outfit (Rotwein, Baguette, Mütze)
  • Künstler-Outfit (Pinsel, Hemd)
  • Eine Assistentin
  • Einen Stuhl
  • Ein Band

Average: 4.5 (73 votes)